Geschichte und Ursprung - Prince de Bretagne

Einheit macht stark

Das milde ozeanische Klima und die Qualität des Bodens sind sicher wichtige Grundvoraussetzungen für den bretonischen Gemüseanbau, aber ohne das Know How ihrer Erzeuger und ihre solidarische Handlungsweise wäre er nie europaweit bekannt geworden.

Noch bis kurz vor dem zweiten Weltkrieg war die bretonische Landwirtschaft wenig nach außen gerichtet. Bekannt war sie in den übrigen Regionen Frankreichs nur durch den „Export“ ihrer großen Klassiker, Blumenkohl, Artischocken, Kartoffelpflänzlinge und gesalzene Butter.

Die bretonischen Gemüseerzeuger erkannten am Ende der 50 iger Jahre, dass es ohne Einheit keine Zukunft geben konnte. Es schien ihnen zu Recht vital, ihren Status als Erzeuger verteidigen und eine Organisation zu schaffen, die die Kontrolle und Vermarktung ihrer regionalen Obst- und Gemüseproduktion übernehmen und allgemein ihre Interessen vertreten konnte.

Auslöser war im Jahr 1958 die schwere Artischockenkrise; das damals geschaffene Artischocken-Komitee war der erste Schritt zu der heutigen großen Erzeugerorganisation.

Nach und nach wurden für weitere Produkte spezielle Komitees geschaffen (Blumenkohl, Kartoffeln…) und am 24. März 1961 fand der erste Versteigerungsverkauf (Prinzip der fallenden Preisen) in St. Pol de Leon statt, der in den Folgejahren wesentlich zur Transparenz der Transaktionen mit den Handelsgesellschaften und Exporteuren beitrug.

Im November 1961 wurde dann zwischen Handelsgesellschaften und der Erzeugerorganisation ein Vertrag zur Absicherung der Vermarktungsbedingungen abgeschlossen.

Parallel kam es in den anderen bretonischen Departments zu ähnlichen Zusammenschlüssen und Abkommen.

Zusammen bildeten sie die Basis der bretonischen Organisation Prince de Bretagne, deren Grundprinzipien bis heute gleich geblieben sind.

  • Transparenz der Vorgänge
  • Normen und Qualitätskontrollen
  • Solidarität und Preiserhaltung